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Ultranet Idstein – worum es geht

Die Firma Amprion plant den Ausbau der vorhandenen 380 kV Drehstromtrasse, dieses Projekt nennt sich Ultranet. Der Einspeisepunkt der Hochspannungstrasse ist  Osterath nähe Düsseldorf und endet in Philippsburg.  Im Bereich Idstein verläuft die Trasse kommend von Wallrabenstein über Wörsdorf nach Idstein über den Hundeplatz parallel zu den Wohngebieten Gänsberg und Füllenschlag weiter nach Dasbach und Niedernhausen, Eppstein. Auf diesen Masten befinden sich zurzeit zwei getrennte 380 kV Leitungssysteme von den eines gegen ein Hochspannungsgleichstromsystem ausgetauscht werden soll. Hier entsteht ein  Hybrid System (die Kombination von Drehstrom- und Gleichspannungleitungen auf einem Mast) dieses Konzept ist völlig neu und es gibt keinerlei Erfahrungen aus dem Betrieb solcher Leitungssysteme und deren Einfluss auf die Umwelt. Gleichzeitig wird das Hochspannungsniveau auf den Mastsystemen verdoppelt. Ermittelt man die Spannung analog zum Drehstromsystem, erhält man einen Spannungswert von 760 kV zwischen den Leitern Plus und Minus.  In den technischen Darstellungen von Amprion wird dieser Wert mit der Bezeichnung der Leitern ± 380 kV kaschiert.

Welche Bedeutung hat dieser Ausbau für die Anwohner am Gänsberg und Füllenschlag und Wörsdorf  ?

Bei einem Leitungsneubau wäre ein Abstand von 400 Metern zu den bebauten Gebieten einzuhalten, der BUND empfiehlt einen Abstand von 600 Metern. Diese Sicherheitsabstände kommen bei diesem Umbauprojekt nicht zum Tragen. Es kommt  zu höheren elektrostatischen und magnetischen Feldern, deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper noch nicht ausreichend erforscht wurden. Um die Gleichspannungsleitungen lagern sich ionisierte Partikel an, daraus bilden sich Raumentladungswolken, diese können sich über ein größeres Gebiet verteilen. An den Mastaufhängungen der Isolatoren findet eine elektrostatische Entladung statt. Neben der Ozonbildung entsteht ein Dauerbrummgeräusch. Die Lärmdauerbelästigung, die Höhe des auftretenden Schallpegels wurde bei Amprion angefragt. Der Wert wurde bisher noch nicht  bekannt gegeben.

Weitere mögliche Folgen:

Gesundheitliche Beeinträchtigung durch die höheren elektrische und magnetischen Feldstärken der Gleichstromleitung, ionisierte Partikel, Dauerbrummgeräusche.

Die Anwohner in Wörsdorf, am Gänsberg und im Füllenschlag werden unfreiwillig zu Versuchsobjekten.

Entwertung der Grundstücke und Immobilen, diese sind unter Umständen nicht mehr veräußerbar.

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